Wie ist es eigentlich Selbstständig zu sein?

Als erstes solltest Du die Unterschiede kennen, was es bedeutet Angestellt zu sein oder Selbstständig zu sein.

Grundsätzlich gillt: Umso früher Du Dich damit auseinander setzt, desto einfacher fällt Dir die Entscheidung.

 

Es gibt folgende Aussagen oder Vorurteile, die wir Dir erklären können und zeigen DIr, dass es nicht so ist, wie viele denken.

1. Selbstständig werden ist kompliziert!

Stimmmt so nicht, denn in Deinem Fall ist die Selbstständigkeit die einfachste Form Geld zu verdienen

Viele (auch Ich) dachte am Anfang man müsste wahnsinnig viel beachten. (Welche Rechtsform nehme ich?, Wie läuft die Buchhaltung ab und wie bilanziere ich?, Welches Geschäftskonto benötige ich?

Vor den Steuern hatte ich allerdings am meisten Sorgen. "Wenn ich da was falsch mache, dann..."

Alles total unbegründete Sachen. Heute weiss ich, dass meine damalige Form der Selbstständigkeit die einfachste Art ist Geld zu verdienen.

Ich gebe Dir eine Anleitung, wie Du überhaupt nichts mehr vergessen kannst.

1. Es ist sogar einfacher ein Gewerbe anzumelden, als einen Job zu bekommen!

2. Die Rechtsform Deiner "Firma" ist ein Einzelunternehmen und an ganz überschaubare Themen geknüpft.

3. Die Buchführung ist ganz einfach. Entscheide Dich am besten für die EÜR (dies hat nichts mit Euro zu tun, sondern steht für Einnahmen - Überschuss - Rechnung. Dieser Weg ist mit Abstand der einfachste. Vereinfacht erlärt bedeutet das, dass Du Dir ein Buch nimmst oder eine Excel Tabelle baust. Dort führst Du alle Ausgaben auf (gefahrene Km, Miete, Versicherungen, Werbung, Post etc.)  Auf der anderen Seite führst Du alle Ausgaben auf. Also alle Posten, die Du Deinen Kunden in Rechnung stellst. Am Ende des beliebigen Zeitraums (Monat, Quartal, Halbjahr oder Jahr) kannst Du eine sog. BWA" ausstellen. Wozu die BWA dient erkläre ich im Punkt 4

4. Die BWA ist eine Betriebswirtschaftliche Analyse. Einfach erklärt, der Steuerberater bekommt Deine Belege und Deine Buchführung und stellt Dir eine Analyse aus, wie wirtschaftlich Deine Selbstständigkeit. Die BWA benötigst Du immer wieder z.B. für die Berechnung deiner Krankenkassenbeiträge, Kredite oder Leasing.

5. Bürokratie ist etwas, wo Du dich drauf einstellen solltest, denn mit steigenden Umsätzen hast du gleichzeitig auch höhere Kosten. Unser Tipp: bei der Gewerbeanmeldung melden sich im Anschluss alle Institute automatisch. Verlassen Sie sich aber nicht darauf! Gehen Sie den Weg und melden Sie sich aktiv. So lernen Sie alle Prozesse kennen und haben eine Übersicht (mehr Infos dazu in dem Video)

6. Steuern:  Erst am Ende des Jahres werden Deine Einkünfte zu deiner regulären Steuererklärung Punkt Anlage S angegeben.  Sie fallen in der Anfangszeit unter die sog. Kleinunternehmer Regelung. Dies hat steuerliche Freibeträge und sind an Ihren Umsatz gebunden.

7. Versicherungen sind überschaubar. Sie benötigen Eine betriebliche Haftpflichtversicherung und ggf. eine Rechtschutzversicherung, die an Ihre persönliche Situation anpassen sollten.

8. Kundengewinnung wird durch Ihre klare positionierung Ihrer Dienstleistung einfach. Menschen suchen oft genau nach einer Fähigkeit, die jemand gut beherrscht. Dazu bekommen Sie von uns Tipps und Tricks, wie Sie auf sich aufmerksam machen. 

9. Aller Anfang ist schwer! denken Sie nicht, dass direkt am ersten Tag zahlreiche Kunden bei Ihnen anrufen werden. Oft dauert es eine Weile, bis sich Kunden bei Ihnen melden, weil das Bedürfnis nur in den wenigsten direkt geweckt wird. Aber der Erfolg wird kommen. Tipp: erweitern Sie Ihr Geschäft mit Ihren Talnten und Fähigkeiten.